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HypoVereinsbank verurteilt wegen VIP 4 Medienfonds

23.01.2008

Landgericht München I verurteilt HypoVereinsbank in VIP 4-Fonds-Fall

Wie zu vernehmen war, soll das Landgericht München I am 15.01.2008 in einem Fall eines VIP 4-Medienfonds-Anlegers die finanzierende HypoVereinsbank AG (HVB) zum Schadensersatz verurteilt und festgestellt haben, dass dem Kreditinstitut gegen den Anleger aus dem zur Teilfinanzierung der Fondsanteile dienenden Darlehen keine Ansprüche zustehen.

Zuvor bereits war die Commerzbank im Falle einer VIP 3 und 4 Mandantin der Kanzlei Jens Graf Rechtsanwälte zum Schadensersatz verurteilt und ihr die Verpflichtung auferlegt worden, die Klägerin freizustellen von der Inanspruchnahme durch die HypoVereinsbank.

Die Urteilsbegründung im Hinblick auf die Verurteilung der HVB ist noch nicht bekannt. Die in diesem Zusammenhang zugetragenen Informationen und die Beurteilung des Sachverhalts anhand der Fälle unserer Mandanten führen zu der Annahme, dass der HVB die nicht ausreichende Information der einzelnen Anleger über Besonderheiten der Konstruktion des Filmfonds VIP 4 zum Verhängnis geworden ist. Als Kreditgeberin oblag ihr diese Verpflichtung unabhängig von einer Mitwirkung oder Verantwortlichkeit für den Prospekt, mit dem für die Beteiligung geworben wurde.

Nachdem die Inanspruchnahme der Commerzbank, die den Mandanten der Kanzlei Jens Graf Rechtsanwälte zum Beitritt zu den VIP 3- und VIP 4-Fonds geraten hat, erfolgreich verläuft, kann die weitere Entwicklung im Hinblick auf die HypoVereinsbank in Ruhe abgewartet werden. Es wird im Einzelfall zu entscheiden sein, ob ein Vorgehen (auch) gegen die HVB Vorteile bringt.

Derzeit dürfte bei Inanspruchnahme der HypoVereinsbank allerdings zu bedenken sein, dass mit der Sache befasste Gerichte eine Entscheidung über Ansprüche gegen die HVB (und damit im Ergebnis auch gegenüber Mitbeklagten, wie der Commerzbank) für einen nicht übersehbaren Zeitraum mit der Begründung aussetzen könnten, das Landgericht München I habe bereits ein Musterverfahren nach dem Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz eingeleitet. Es spricht deshalb einiges dafür, weiterhin den Schwerpunkt der Inanspruchnahme auf die beratende Bank, etwa die Commerzbank, zu legen, zumal nicht nur gleich der erste entschiedene Fall einer Mandantin der Kanzlei Jens Graf Rechtsanwälte zu einem vollen Erfolg führte, sondern auch weitere gegen die Commerzbank angerufene Gerichte haben erkennen lassen, dass sie sich dieser Rechtsprechung anschließen wollen.

Erfreulich an der Verurteilung der HVB und Wasser auf die Mühlen der VIP-Anleger ist, dass sich das mit der Sache befasste Gericht, nachdem Klagen gegen die HypoVereinsbank zunächst abgewiesen worden sind, zu einer Verurteilung des Kreditinstitutes bereit gefunden hat, obwohl die Haftungssituation weit weniger eindeutig ist, als im Hinblick auf beratende Banken, wie die Commerzbank. Das wird atmosphärisch eine weitere Unterstützung sein im Hinblick auf die Argumentation gegen die Commerzbank.

Informieren Sie sich gern auf unserer Seite über den positiven Verlauf der Inanspruchnahme der Commerzbank in den Fällen der Medienfonds VIP 3 und VIP 4 und nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Fragen haben.   

 

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