Jens Graf Rechtsanwälte Düsseldorf

Aktuelles

« 1 2 3 4 5 6 7 8 9 [10]

 

Commerzbank zeigt Schwäche: Kein weiterer Verjährungsverzicht

20.06.2008

Mit Schreiben vom 20.06.2008 teilte die Commerzbank, Zentraler Stab Recht, Frankfurt am Main, mit, man bäte um Verständnis, dass keine weitere Verlängerung des Verjährungsverzichts ausgesprochen werden würde.

Begründet wird dies mit der „...zivilgerichtlichen Klärung von Fragen, die für alle...“ Kunden mit VIP Medienfonds 3 und 4 von Bedeutung seien. Damit bestehe keine Veranlassung mehr, einen Verzicht auf die Erhebung der Einrede der Verjährung über den 30.06.2008 hinaus zu erklären.

Die Commerzbank beruft sich u. a. auf eine Entscheidung des Banksenates des BGH vom 25.09.2007, die das Thema Rückvergütungen im Sinne der Bank geklärt habe. Eben diese Feststellungen hat der BGH nicht getroffen. Im Gegenteil: Er sieht die von der Commerzbank geleugnete Beratungssituation als den Regelfall bei der Empfehlung von geschlossenen Fonds an und diskutiert lediglich das Thema Innenprovisionen. Von Rückvergütungen ist in der Entscheidung mit keinem Wort die Rede, was unterstreicht, dass Formulierungen in Prospekten, wie „Kosten für Eigenkapitalbeschaffung“ auch dem aufmerksamen Leser keinesfalls Veranlassung geben müssen, Kick-Back-Zahlungen an beratende Banken zu vermuten. Alles sieht danach aus, als suche man lediglich eine weitere „Ausrede“ um sich den zunehmenden Unmut der Kundschaft vom Leibe halten zu können. Unsere Mandanten fühlen sich von der Commerzbank schon einmal schlecht beraten und haben keine Veranlassung, ihr jetzt zu glauben.

Sie finden am Ende dieser Seite Verknüpfungen zu Fragestellungen, die in diesem Zusammenhang auftauchen können. Wir sehen das Verhalten der Commerzbank als das Eingeständnis der Schwäche ihrer Rechtsposition: Wer die Rechtsprechung des BGH wirklich hinter sich hat, muss sich nicht auf die „Verjährung“ von Schadensersatzansprüchen berufen, um die Inanspruchnahme abwehren zu können!

Bezeichnenderweise war die Commerzbank bis heute nicht in der Lage, mitzuteilen, auf Grund welcher Umstände aktuell Verjährung drohen sollte, bzw. auf welche gesetzliche Vorschrift man sich in diesem Zusammenhang berufen wolle. Angesichts der für unsere Mandanten auch in zweiter Instanz erzielten Erfolge vor Gericht bleiben wir aber bei unserer Empfehlung, ohne Zögern Schadensersatzansprüche gegen beratende Banken geltend zu machen. Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und informieren sich auf unserer Seite.

 

  • VIP 3 und 4 Medienfonds: Erneut empfindliche Niederlage der Commerzbank vor dem OLG München
  • Keine Verlängerung des Verjährungsverzichts wegen VIP 3 und 4-Medienfonds!
  • VIP 4: Commerzbank erneut verurteilt
  • VIP Medienfonds: Vor weiterem Prozesserfolg gegen Commerzbank
  • Commerzbank verurteilt zu Schadensersatz wegen Filmfonds VIP 3 und 4
  • Schneller Prozesserfolg gegen Commerzbank wegen Rückvergütungen bei Medienfonds VIP 3 und 4
  • Vor weiterem Prozesserfolg in VIP 3 und 4 Verfahren
  • VIP Medienfonds: HypoVereinsbank kündigt Darlehen
  • Vor weiterem schnellen Prozesserfolg gegen Commerzbank wegen Medienfonds VIP 3 und VIP 4
  • Oberlandesgericht München: Urteil vom 18.12.2007
  • HypoVereinsbank verurteilt wegen VIP 4 Medienfonds
  • Filmfonds VIP 3 und VIP 4: Verluste als Normalfall
  • Gesellschafterversammlung VIP Medienfonds 4 am 13.12.2007
  • Gesellschafterversammlung VIP Medienfonds 3 am 14.12.2007 
  •  

     
    © JENS GRAF Rechtsanwälte Düsseldorf